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Karnevalssamstag. Am 23. Spieltag der Fußball Bundesliga empfängt der SC Freiburg Fortuna Düsseldorf bei herrlichem Vorfrühlingswetter. Das Stadion ist stadtnah in einem Wohngebiet gelegen. Wenn alles nach Plan läuft, ist es das siebtletzte Heimspiel im ehemaligen Dreisamstadion, bevor der SC in eine neue Arena umzieht.
Die Stimmung ist entspannt. Viele Fans kommen kostümiert. An der Wurstbude vor dem Stadion gibt es Freiburger Lange Rote — geknickt, damit sie besser ins Brötchen passt. Alternativ kann man auch Merguez bestellen. Frankreich ist nah. Als Bier wird leckeres Tannenzäpfle ausgeschenkt, vereinzelt sehen wir aber auch Zuschauer mit Weingläsern.

Im ausverkauften Stadion steht man wunderbar nah am Spielfeld, mit Blick auf die Ausläufer des Schwarzwalds direkt dahinter. Die Stimmung ist entspannt, trotz des mäßigen Spiels. Die Anfeuerungen kommen fast ausschließlich von der gegenüberliegenden Nordtribüne. Fortuna gewinnt 2 – 0, und man hat den Eindruck, dass der SC noch Stunden spielen könnte ohne ein Tor zu schießen.


Tobi ist regelmäßiger Besucher der Heimspiele des SC Freiburg. Seine Freunde aus dem Karnevalsverein Käpelli Baschi aus dem nahen Malterdingen sind nur ausnahmsweise mit dabei.


Heike hat den Schal selbst online in Auftrag gegeben, angelehnt an das Trikot aus der Saison 17/18. Der Fuchs, genannt Füchsle, ist das Maskottchen des SC Freibuig. Dazu trägt sie ein Trikot und die Hose ihres Karnevalsvereins.


Victor verkauft die Stadionzeitung als Minijob.


Auf seinem Trikot hat Falco eine Widmung von Christian Streich.
Er ist Zimmermann und war an der Renovierung des Dachstuhls des Freiburger Münsters beteiligt. Als Christian Streich die Baustelle besichtigte, hat Falco die Gelegenheit sofort beim Schopf ergriffen.

Seit vier Jahren hat Marius eine Dauerkarte. Er trauert um das alte Stadion aber freut sich auch auf das neue. Er ist sich sicher die um die Hälfte größere neue Arena „würde auch in der Zweiten Liga voll werden“

Samuel besitzt 80-90 Schals.



Michael ist trägt seit 1995 Kutte. Es ist immer noch die erste. Seit einiger Zeit wohnt er in Niederbayern und kann nur noch unregelmäßig zu den Spielen kommen.

Hans-Jörgs Frau hat vor 15 Jahren insgesamt drei dieser Pullis gestrickt: für ihn selbst, für die Tochter und für einen Nachbarn.


Leider durften die vier die Fahne aufgrund der Auflagen nicht mit ins Stadion nehmen.


Sandhausen Anhänger

Arian und Anne sind eigentlich Anhänger des SC Freiburg und zum Fußball gucken aus dem nahen Heidelberg  angereist. Sie sind zum ersten Mal hier.
Gelegentlich besuchen sie auch Spiele des SCF. Dort sei es ähnlich friedlich wie hier — nur größer. Arian meint: »Sogar die Freiburger Ultras lesen in der Halbzeit Nietzsche«.
Both Arian and Anne are actually SC Freiburg supporters but have traveled here from a nearby town called Heidelberg to watch some football. It’s their first time being here.
They also occasionally go to watch their favorite team’s games, where, according to them, the atmosphere is similarly peaceful, despite the larger audience. Arian says: „Even the SC Freiburg’s Ultras read philosophy at half time.“