Wuppertaler SV – Alemannia Aachen
Stadion am Zoo

Mehr als 3.000 Zuschauer haben sich an diesem schönen Sommerabend in Wuppertal zum Spiel der Regionalliga West eingefunden, knapp 1.000 davon aus Aachen. Das Atmosphäre ist entspannt, die Partie plätschert vor sich hin. Auch die Pyros der Wuppertaler Anhänger können kein Feuer ins Spiel bringen. Erst in der Schlussphase nimmt das Traditionsduell mit der Aachener Schlussoffensive Fahrt auf, und der Gästeblock macht richtig Druck. Da der Alemannnia Führungstreffer wegen angeblichem Abseits zurückgepfiffen wird, bleibt es jedoch beim 0-0.

André und Anja, RheinEnergie Stadion

Andrè und Anja tragen seit vier Jahren Kutte. Bevor sie ihre Kutten genäht haben, wurden erst einmal ein Jahr lang Sticker gesucht und gesammelt. Die Pinsammlung besteht schon länger. Auf seinem Handy zeigt André mir verschiedene sehr ausgefeilte unnd immer komplett selbst genähte Karnevalskostüme der beiden. Er sagt, sie seien »immer schon extrovertiert« und »wenn wir was machen, dann richtig«.

1.FC Köln – Féhervár FC
RheinEnergie Stadion

Festtags Stimmung an diesem Donnerstag Abend vor dem ersten Europapokal Spiel des FC seit fünf Jahren, einem Play-Off Hinspiel der Europa Conference League gegen den Féhervár FC aus Ungarn. Die Fans sind dem Aufruf der Ultras »Alle in Rot« mehrheitlich gefolgt, die Tribünen leuchten in Rot. Viele tragen ein T-Shirt mit der Aufschrift »Europa Auffressen«, das von Fans vor dem Spiel verkauft wird. Die vom ganzen Stadion gesungenen Hymnen »In unserm Veedel« und »Mer stonn zo dir« sind beeindruckend.
Das Spiel läuft zunächst nach Plan, die Heimmannschaft spielt druckvoll und geht verdient in Führung. Ein Platzverweis gegen Köln ändert das Spiel, die Ungarn können das Spiel binnen weniger Minuten mit zwei Toren drehen. In der zweiten Halbzeit gelingt dem FC in Unterzahl trotz großem Kampf, überlegenem Spiel und lautstarker Unterstützung von den Rängen kein Treffer mehr. Das Spiel geht 1-2 verloren. Die Spieler aus Székesféhervár feiern mit ihren Fans; sehr zum Missfallen des Heimpublikums.

Gabor, Zoltan, Alexander und Adam
RheinEnergie Stadion

Die vier Anhänger des Fehervar FC sind heute 14 Stunden aus Székesfehérvár mit dem Auto angereist. Nach dem Spiel geht es in ein Hotel und dann morgen wieder zurück nach hause. Gabor und Alexander, Zoltan und Adam: sind jeweils Vater und Sohn. Sie fahren regelmäßig zusammen zu Auswärtsspielen.

Adam trägt ein Ultra T-shirt. Er hofft auf ein Unentschieden im Spiel heute.
Sein Vater Zoltan war 1985 beim Uefa-Cup Endspiel des Vorgängervereins Videoton gegen Real Madrid im Stadion »But that’s history«.

Rainer und Katharina
Stadion am Blausteinsee in Eschweiler-Lohn

Rainer ist direkt von der Arbeit zum Spiel gekommen. Er trägt bei der Arbeit Krawatte und immer diese, wenn Alemannia Aachen spielt.

Katharina unterstützt die Alemannia schon seit langem. Sie hat eine Dauerkarte für den Tivoli. Heute ist sie aus der nahen Eschweiler Innenstadt gekommen um bei diesem Vorbereitungsspiel gegen den VFR Aalen den Kader für die neue Saison schon mal in Augenschein zu nehmen. Alemannia gewinnt 2-0 und hinterlässt einen guten Eindruck.

FußballFanFotos, Galerie S, Aachen

Am Wochenende wurde das erste Fotografie-Festival der StädteRegion Aacheneröffnet.
Über vier Wochen lang werden an vielen spannenden Orten in Aachen und in der Region
circa 500 Fotografien in 16 Ausstellungen zuz sehen sein.
Das Motto dieses Festivals ist Allianzen. In diesem Zusammenhang zeigt die Galerie S.
Fotos von Matin Parr und mir unter dem Titel Fußballfans & Royal Parties.Galerie S., Im Hof 3, 52062 Aachen, gleich neben dem Domkeller. Die Ausstellung ist vom 29.8. bis 26.9. jeweils Freitag – Sonntag 14 – 18 Uhr geöffnet.

Midisage am Sonntag, den 12.9., ab 14 Uhr. An diesem Termin werde ich vor Ort sein.

Das komplette Programm gibt es hier:
www.kuk-monschau.de/fotografie-festival-21

SC Freiburg – Fortuna Düsseldorf
Schwarzwald-Stadion

Karnevalssamstag. Am 23. Spieltag der Fußball Bundesliga empfängt der SC Freiburg Fortuna Düsseldorf bei herrlichem Vorfrühlingswetter. Das Stadion ist stadtnah in einem Wohngebiet gelegen. Wenn alles nach Plan läuft, ist es das siebtletzte Heimspiel im ehemaligen Dreisamstadion, bevor der SC in eine neue Arena umzieht.
Die Stimmung ist entspannt. Viele Fans kommen kostümiert. An der Wurstbude vor dem Stadion gibt es Freiburger Lange Rote — geknickt, damit sie besser ins Brötchen passt. Alternativ kann man auch Merguez bestellen. Frankreich ist nah. Als Bier wird leckeres Tannenzäpfle ausgeschenkt, vereinzelt sehen wir aber auch Zuschauer mit Weingläsern.
It’s carnival season as SC Freiburg host Fortuna Düsseldorf as part of the 23rd matchday of the Bundesliga season under favorable weather conditions. The SC Freiburg’s „Dreisamstadion“ is located close to the city of Freiburg itself in a suburban area. If the season happens to finish according to plan, this game will mark the seventh to last game Freiburg will carry out in this particular stadium before approximately moving into a newly constructed stadium at the start of the new 2020/2021 season.
The many, costume wearing spectators in the stadium make for a relaxed atmosphere. There is a sausage stand in front of the stadium, at which you can get a „lange Rote“, a traditional sausage from Freiburg. The sausage is broken over in the middle in order to better fit in the bun with which it is commonly served. The French influence on the Region is illustrated by the fact that you can alternatively acquire Merguez sausages. And even though the stand serves tasty „Tannenzäpfle“ beer, many local spectators seem to opt to drink wine instead.

Im ausverkauften Stadion steht man wunderbar nah am Spielfeld, mit Blick auf die Ausläufer des Schwarzwalds direkt dahinter. Die Stimmung bleibt trotz des mäßigen Spiels freundlich. Die Anfeuerungen kommen fast ausschließlich von der gegenüberliegenden Nordtribüne. Fortuna gewinnt 2 – 0, und man hat den Eindruck, dass der SC noch Stunden spielen könnte ohne ein Tor zu schießen.
The southern stand of the sold out stadium provides us with an excellent view on the game, as well as parts of the black forest behind the stadium, being located exceptionally close to the pitch. With only a few minor exceptions, the atmosphere is almost exclusively created in the northern stand and stays modest throughout the game, in spite of a less than satisfying performance from the home side, who concede a 2 – 0 loss to the visitors and could seemingly play on for hours on end and not score a single goal.